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Entscheidungs-Check

Bidi-AC vs Bidi-DC Der Formatkrieg

Beim bidirektionalen Laden (V2G, V2H, V2B) stehen sich aktuell zwei grundlegend verschiedene Architekturen gegenüber: Bidi-AC (Wechselrichter im Fahrzeug) und Bidi-DC (Wechselrichter in der Wallbox).

Beide Systeme nutzen ISO 15118-20 für die Kommunikation, stellen Elektroinstallateure und Planer jedoch vor völlig unterschiedliche Herausforderungen bezüglich der VDE-AR-N 4105 Netzkonformität.

Bei der Bidi-AC Architektur sitzt der bidirektionale Wechselrichter direkt im Fahrzeug.

  • Günstige Wallbox-Hardware (oft unter 1.500 EUR).
  • Nutzt den Standard Typ-2 Stecker.
  • Der Fahrzeughersteller (OEM) muss sicherstellen, dass sein Onboard-Wechselrichter die strengen Vorgaben der VDE-AR-N 4105 erfüllt.
  • Ein externer NA-Schutz (Netz- und Anlagenschutz) am Netzanschlusspunkt ist zwingend erforderlich.

Bei der Bidi-DC Architektur liefert das Fahrzeug direkt Gleichstrom (DC) aus der Hochvoltbatterie. Der Wechselrichter sitzt stattdessen stationär in der DC-Wallbox.

  • Volle Kontrolle über die Netzkonformität (VDE-AR-N 4105) direkt in der Wallbox.
  • Unabhängig vom Fahrzeug-Wechselrichter – funktioniert theoretisch mit jedem modernen DC-ladefähigen Fahrzeug, das ISO 15118-20 spricht.
  • Hohe Hardwarekosten für die Wallbox (oft zwischen 4.000 und 8.000 EUR).
  • Größerer Platzbedarf und mögliche Geräuschentwicklung durch aktive Kühlung.

Weitere Spezifikationen zu EEBUS und OCPP 2.0.1 Integration folgen.